Trennung Vom Partner

Im Schnitt dauert es drei Jahre, bis ein unglücklicher Partner sich endlich ein Herz dazu fasst. Der konkrete Anlass mag dann zwar individuell verschieden sein, doch meist steckt hinter der Trennung nur ein einziger Grund: Frauen spüren den eher als Männer — und ziehen häufiger die Konsequenzen daraus. Geschwister beeinflussen Glück und Partnerschaft 1 von 6 Hänsel und Gretel zeigen in Grimms Märchen, wie stark ihr Zusammenhalt ist. Gretel schubst die böse Hexe in den Ofen und befreit danach ihren Bruder.

Ein Unterschied von zwei bis drei Jahren stärkt das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Riera 3 von 6 Fast wie Zwillinge: Vitali, 39, und Wladimir Klitschko, 34, haben beide Sport studiert, promoviert und verdienen ihr Geld als Boxer. Aus Neid erschlägt der ältere Kain seinen Bruder Abel. Sie hat einen kleinen Bruder, er eine ältere Schwester, das macht ihre Beziehung stabil.

Das sei durchaus normal. Jeder frage sich in unterschiedlichen Abständen, wie es eigentlich um die Partnerschaft stehe, so der Therapeut. Aber auch wenn das Fazit dabei nicht nur einmal, sondern häufig negativ ausfällt, bedeutet dies nicht automatisch das Ende der Beziehung. Denn ob und wann man sich trennt, hängt von vielen Bedingungen ab — und einige davon liegen gar nicht in der Partnerschaft selbst. Wirtschaftskrisen können Beziehungen stabilisieren So zeigt der Einbruch der Scheidungszahlen ab dem Jahr nicht etwa, dass die Qualität der Beziehungen besser geworden ist.

Die geringere Anzahl an Scheidungen in den vergangenen Jahren spiegelt eher die globale Finanzkrise wider. Denn Beziehungen, egal ob glückliche oder unglückliche, werden in gesellschaftlichen Krisenzeiten stabiler. Man könnte auch sagen: Warum dieser Sommer Romantiker begeistert Das Video konnte nicht abgespielt werden. Bitte versuchen Sie es später noch einmal. Er sorgt für lange und intensive Nächte: TV Anzeige Menschen werden in unsicheren Zeiten nicht nur pragmatischer, sondern auch risikoscheuer, und ihr Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit nimmt zu, sagt Doris Wolf, psychologische Psychotherapeutin in Mannheim.

Während wirtschaftliche Tiefs Beziehungen also zunächst stabilisieren, führen Zeiten des wirtschaftlichen Hochs, etwa zur Zeit der Studentenbewegung, schnell zu einem Anstieg der Scheidungszahlen. Aber er hat ein Gefühl dafür, wie es um seine momentane Lebenssituation bestellt ist, finanziell, sozial und emotional. Psychologen wie Fridtjof Nussbeck von der Universität Bielefeld nennen dieses diffuse Gefühl einfach Wohlbefinden.

Wer sich allgemein im Leben wohlfühlt, ist trennungsbereiter Der Wissenschaftler hat zusammen mit Kollegen untersucht, ob dieses Wohlbefinden mit darüber entscheidet, wer sich trennt und wer nicht. Und tatsächlich zeigte diese Studie mit Schweizer Paaren, dass Menschen, die sich in ihrem Leben allgemein wohler fühlen, trennungsbereiter sind — und jene, die sich unwohl fühlen, eher an ihrer Partnerschaft kleben. Betrachtet man die Scheidungszahlen vergangenen 50 Jahre, die sich seit dem Jahr vervierfacht haben, dann stellt man fest: Die hohe Trennungsrate reflektiert vor allem das gesteigerte Wohlbefinden der Frauen.

Hinzu komme, dass die Scheidung mittlerweile einfach zur gesellschaftlichen Realität gehöre und Geschiedene damit auch mehr Möglichkeiten hätten, nach der Trennung einen neuen Partner zu finden. Was die Paarforscher besonders interessierte, waren weit verbreitete Streitpunkte wie "Mein Partner schätzt mich nicht" oder "Mir fehlt Zuwendung. Ich möchte gerne mal öfter in den Arm genommen werden". Das Streitexperiment Dann konnte das Experiment beginnen: Die Wissenschaftler präsentierten allen Pärchen eines der mittelschweren Probleme, das sie zuvor selbst genannt hatten.

In Wohnzimmeratmosphäre darüber zu diskutieren. Die daraus resultierende Auseinandersetzung filmten die Forscher und ermittelten erneut die Blutdruck- und Cortisolwerte der Teilnehmer - einmal während des Streits und ein weiteres Mal eine Stunde später. Dann geschah erst einmal lange Zeit nichts. Erst elf Jahre später fügten sich diese Daten durch neuerliche Gespräche mit den beteiligten Paaren zum Ganzen.

Es zeigte sich, dass etwa ein Drittel getrennt oder geschieden waren. Beide sind wichtige Indizes emotionaler Erregung", erklärt Hahlweg dazu. Die gefährlichen Folgen von Dauerstreit Wenn sich jemand streitet, gibt es zwei messbare Veränderungen: Zunächst schüttet der Körper Adrenalin und Noradrenalin aus, weil er in Stress gerät. Streiten Paare oft, bleiben sie in gewisser Weise in einem chronischen Erregungszustand.

Der bleibt laut Hahlweg nicht folgenlos: Doch nach etwa zehn Jahren nimmt die Zufriedenheit mit der Beziehung bei den meisten Paaren kontinuierlich ab. Wie man die Trennung verhindern kann Eine professionelle Paartherapie könnte vielen Paaren helfen, wie Studien bestätigt haben. Doch nur zehn bis 20 Prozent der unzufriedenen Paare nehmen solche Hilfe in Anspruch. Allerdings berichten 30 bis 60 Prozent der Paare innerhalb von zwei Jahren nach Abschluss der Therapie erneut über eine Verschlechterung ihres Verhältnisses zueinander", sagt Kurt Hahlweg.

Paarforscher führen das auf das meist zu späte Intervenieren der Betroffenen zurück. Besser sei es, präventiv schon etwas für das gute Miteinander zu tun und nicht erst zu warten, bis sich gravierende Krisen zeigen, die kaum mehr zu bewältigen sind. Ausgehend von diesen Beobachtungen hat der Paarforscher im Jahr das sogenannte Partnerschaftliche Lernprogramm EPL entwickelt, das mittlerweile in ganz Deutschland und auch im Ausland zum Einsatz kommt.

Im Kern geht es dabei um ein verändertes Kommunikationsverhalten. Grundregeln für eine stabile Partnerschaft Vermeiden lässt sich ein solcher Streit durch einige Grundregeln, die Paare durch Kommunikationstrainings wie das EPL lernen: Bleiben Sie im Streit beim Thema und holen Sie nicht zum Rundumschlag aus. Wer beispielsweise wegen seiner Enttäuschung über die Verspätung des Partners gleich noch hinterherschiebt:


Paarpsychologie : Wann sich Menschen entscheiden, den Partner zu verlassen

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