Kosename

Flink, scheu und schutzbedürftig soll es sein. Einen "Hasen" wünscht man sich anschmiegsam. Vom "Bären" oder "Bärchen" erwartet man insgeheim einen Beschützer. Und auch wenn "Schatz" oder "Goldstück" prinzipiell die Wertschätzung gegenüber dem oder der Liebsten ausdrücken, signalisiert man damit zugleich gewisse Besitzansprüche. Wenn ein Mann seine Frau "Engel", "Süsse" oder "Kleines" nennt, sehnt er sich vermutlich nach einer lieben, etwas unterwürfigen Partnerin.

Als weitere Kategorie nennt Böhm die "Shorties" Abkürzungen wie etwa "Hansi", "Bine" oder "Doro". Böhm spricht dann von "Fantasies" Fantasienamen. Ihre Absender haben keine Angst vor Nähe. Psychologin Böhm hält Beziehungen, in denen sich die Partner mit einem Kosenamen ansprechen, für stabiler. Zudem nennt sie eine Grundregel: Andere könnten sie schnell als anzüglich empfinden oder als Entwürdigung verstehen, weil sie Beziehungsinterna nicht kennen. Sonst entsteht ein Abnutzungseffekt. Dann löst der Kosename nur den Vornamen ab, spiegelt nicht mehr die intime Zweierbeziehung und ist nicht mehr emotional aufgeladen.

Ein ziemlich interessantes Ergebnis förderte die bereits genannte von Befragmich. Vielleicht sollte man also den Liebsten oder die Liebste mal fragen, ob ihr oder ihm das aktuelle "Hasi" oder "Mausi" auch recht ist? Noch ein interessantes Ergebnis dieser Umfrage: Gut 76 Prozent gehen ohne klassischen Kosenamen durch den Beziehungsalltag. So wie einem die Eltern früher auch einen Kosenamen gegeben haben, weil sie einen so lieben, so führt man es eben auch in seiner Partnerschaft weiter. Kosenamen werden von fast jedem Paar verwendet.

Die einen orientieren sich an klassischen Namen und verkürzen bzw. Und dann gibt es natürlich noch die Kategorie "Klassiker", wie Schatz und Maus. Und spätestens da zeigt sich: Wie man seinen Liebsten bzw. Denn so ein Kosenamen hat meist eine bestimmte Bedeutung und drückt die eigene Wertschätzung und Zuneigung aber auch ein vorhandenes Besitzdenken gegenüber dem Partner aus. Oder Richard Lugner, der seine deutlich jüngeren Frauen stets mit Tiernamen wie Katzi, Mausi, Bambi, Kolibri und Spatzi betitelte.

Da fragt man sich schon: Was will uns so etwas sagen? Sagt das nicht sehr viel über jemanden aus, der seine Frauen ständig zu kleinern Tierchen macht? Schatz Der Porsche unter den Kosenamen: Wer sie verwendet, drückt damit eine enge Verbindung zum Partner aus. Ein Schatz ist etwas sehr Wertvolles, das man auf keinen Fall verlieren, sondern möglichst an sich binden will.

Daher vermittelt dieser Kosename auch eine gewisse Anspruchshaltung. Bär Wer seinen Partner als "Bär", "Bärchen" oder "Glücksbärchi" bezeichnet, erhofft sich indirekt einen schmusigen Kuscheltypen mit einem ausgeprägten Beschützerinstinkt und starken Schultern zum Anlehnen. Dicker "Dicker" oder "Dickerchen" genannt zu werden, muss keine Beleidigung sein. Wenn das Paar schon lange zusammen ist, kann dieser Kosename sogar ein Ausdruck für tiefe Verbundenheit und Zuneigung sein und bezieht sich auf die gemeinsamen Erfahrungen, die man im Laufe der Zeit gemeinsam gemacht hat.

Hase Wer seinen Partner als "Hase" oder "Hasi" betitelt, findet ihn sexy und wird von seiner erotischen Ausstrahlung angezogen


Kosenamen: Die beliebtesten Spitznamen für den Partner

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