Korperliche Anziehung

Sympathie Sympathie ist die sicherste und einfachste Art menschlicher Anziehung. Man kann viele Menschen jeder Art, jeden Alters und jeden Geschlechts sympathisch finden. Sie können sogar Menschen mögen, die Sie im Grunde verurteilen oder denen Sie um keinen Preis einen Gebrauchtwagen abkaufen würden! Häufig werden Sie einige Seiten einer Person mögen und andere nicht. Sie werden Züge entdecken, die Ihnen nicht behagen, darauf können Sie Gift nehmen.

Eventuell bitten Sie Freunde oder Geliebte, wenn Sie sie näher kennen, die eine oder andere Verhaltensweise zu ändern. Beziehungen erfordern ständig, dass wir unser Verhalten korrigieren. Manche stellen in ihrem Eifer extreme Forderungen an die Partner, etwa mit dem Rauchen oder Trinken aufzuhören oder eine kriminelle Laufbahn zu beenden. Sympathie hat einen Fallstrick, auf den wir besonders dann aufpassen sollten, wenn wir uns auf eine Paarbeziehung einlassen wollen: Wir neigen dazu, Menschen zu mögen, nur weil sie uns mögen.

Das tun wir vor allem dann, wenn wir unerfahren oder — seien wir ehrlich! Die uns entgegengebrachte Sympathie kann in der Tat sogar der einzige Grund für unser Interesse an jemandem sein. Während der Kennenlernphase kann man für gewöhnlich gar nicht genug miteinander reden und verbringt Stunden am Telefon, oft bis tief in die Nacht. Witze, schlagfertige Antworten, Fragen und Aussagen über unsere Lebensideale, Vorlieben und Aversionen sind natürliche Bestandteile des gegenseitigen Abtastens.

Dabei gilt es herauszufinden, was sich unter der so fabelhaften Oberfläche verbirgt: Was Menschen an anderen schätzen, ist zunächst ziemlich allgemein und allgemeingültig. Sind sie freundlich, zu mir und zu anderen? Wie behandeln sie ihre Mutter? Welchen Reim soll man sich darauf machen? Wo bleibt dein Sinn für Humor? Wem will man das weismachen? Es gibt natürlich auch andere, wenngleich nicht unbedingt so tief gehende Dinge, die uns ansprechen.

Viele Menschen gehen Paarbeziehungen mit oder ohne Trauschein ein, weil ihnen das Haar, die kecken Grübchen, die vollen Brüste oder die CD-Sammlung ihrer Partner gefällt. Die Rede ist von der Leidenschaft — der körperlichen Anziehung zwischen zwei Menschen, die so stark ist, dass man sich kaum dagegen wehren kann. Ihr Schwindel vernebelt die Sinne und vertreibt alle vernünftigen Gedanken.

Dass es besser wäre die Finger von dem anderen zu lassen. Oder dass der andere vergeben ist. Ein Drama nimmt seinen Lauf und Regie führt sie — die fiese, böse Leidenschaft. Sie diktiert uns unsere Rolle, gibt den Text und das Drehbuch vor. Und am Ende fällt die letzte Klappe — mit Happy End? Kann aus Leidenschaft auch Liebe werden Die Frage ist: Kann aus Leidenschaft auch Liebe werden?

Zumindest ist sie eine gute Voraussetzung, um sich zu verlieben. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass sich Ihre Stimme verändert, wenn Sie jemanden besonders sexy finden? Eine im Vereinigten Königreich durchgeführte Studie ergab, dass Frauen in einer höheren Stimmlage sprechen , wenn sie einen Mann attraktiv finden. Einige Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Männer auf Frauen mit höheren Stimmen stehen , da dies auf einen höheren Östrogenspiegel hinweist — wohingegen Frauen Männer mit tieferen Stimmen bevorzugen, was ein Zeichen für höhere Testosteronwerte ist.

Alles eine Frage des Appetits? Eine Studie aus dem Jahr erforschte den Zusammenhang des Appetits von Männern und der Merkmale, die sie an Frauen attraktiv finden. In einem Experiment bevorzugten hungrige Männer Frauen mit einem höheren Körpergewicht. Hungrige Männer fanden kräftigere Frauen attraktiver als Männer, die satt am Experiment teilnahmen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich dabei um einen evolutionstechnischen Mechanismus im Zusammenhang mit Ressourcenknappheit handelt — eine kräftigere Frau verspricht den Zugang zu Ressourcen wie beispielsweise Nahrung.

Es kommt auf den genauen Zeitraum innerhalb eines Monats an. Der Menstruationszyklus von Frauen hat einen Einfluss darauf, wie attraktiv sie einen Mann finden. In der Zeit um den Eisprung herum — und damit in der fruchtbarsten Phase ihres Zyklus — bevorzugen Frauen meist maskuline Männer. Männer finden Frauen zur Zeit ihres Eisprungs ebenfalls attraktiver. Verhütungsmittel können Ihre Vorlieben beeinflussen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Frauen weniger maskuline Gesichter bevorzugen , sobald sie die Pille nehmen.

Im Vergleich zu Frauen, die nicht mit der Pille verhüten, entschieden sich Frauen, die die Pille bereits nahmen, bevor sie ihren Partner kennenlernten, häufiger für Männer mit weniger maskulinen Gesichtszügen. Ihr Taille-Hüft-Verhältnis ist ausschlaggebend. Jahrhundertelang fanden Männer Frauen mit Sanduhrfiguren am begehrenswertesten. Dies könnte evolutionstechnisch bedingt sein, da das Taille-Hüft-Verhältnis THV sowohl bei Frauen als auch bei Männern als Indikator für die Fruchtbarkeit dienen kann.

In Europa wurde ein THV von 0,7 als besonders attraktiv eingestuft, während in Teilen Südamerikas und Afrikas ein Verhältnis von 0,8 oder 0,9 am besten bewertet wurde. Frauen empfanden Männer mit einem Verhältnis von 0,9 am attraktivsten.


Körperliche Anziehungskraft – wichtig oder nicht?

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